Archiv der Kategorie: Allgemein

10.02.2017 – Offener Brief des Vorstands von CineGraph Babelsberg

Mit Verspätung ist die 60. Ausgabe des von CineGraph Babelsberg herausgegebenen Filmblatts erschienen, die einen offenen Brief an den Präsidenten des Bundesarchivs Dr. Michael Hollmann enthält. Hierin begrüßt der Vorstand des Vereins (Michael Grisko, Ursula von Keitz, Philipp Stiasny und Fabian Tietke) den Strategiewechsel des Bundesarchivs im Umgang mit Nitrofilmen:

„Diese Nachricht hat uns besonders erfreut, da die Kassationspraxis Ihres Hauses von vielen Mitgliedern unseres Vereins seit Jahren äußerst kritisch gesehen wird und zu schmerzlichen Verlusten geführt hat. Diese Praxis ist uns umso unverständlicher, als die meisten Filmarchive des europäischen Auslandes, zumal die großen Kino-Nationen Frankreich und Großbritannien im Einklang mit den Grundsätzen der Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF) die dauerhafte bzw. längstmögliche Aufbewahrung ihrer Nitrofilmbestände betreiben. Wir begrüßen es sehr, dass nunmehr auch das Bundesarchiv danach streben wird, Nitrozellulose-Filme dauerhaft aufzubewahren, anstatt sie nach erfolgter Umkopierung zu vernichten. Wir glauben, dass Sie damit einen entscheidenden Richtungswechsel hin zu einer verantwortungsbewussten und zeitgemäßen Archivierungspraxis eingeschlagen haben, und möchten Sie darin bestärken, diesen Weg konsequent weiter zu beschreiten.“

Gleichzeitig äußert der CineGraph-Vorstand Besorgnis angesichts der Absicht, die Kopieranstalt des Bundesarchivs zu schließen und zukünftig nur noch digitale Sicherungskopien zu speichern. Der Vorstand verweist in diesem Zusammenhang auf die EU-Studie „Digital Agenda For The European Film Heritage“, der zufolge „die Umwandlung ins Digitale eine Gefahr für bestehende Archivsammlungen darstelle“. Der CineGraph-Vorstand würde sich „wünschen, dass das Bundesarchiv … sich, wie in der Frage des Originalerhalts, auch hinsichtlich der konservatorischen Sicherung an den Modellen und Erfahrungen des Auslandes orientiert“.

31.12.2016 – Wendejahr 2016: ein Rückblick

Mit dem Richtungswechsel des Bundesarchivs in der Nitrofilmfrage verzeichnet das Jahr 2016 eine Zäsur in der Geschichte der Filmarchivierung der Bundesrepublik. Auf Anfrage teilte mir Dr. Tobias Herrmann, Leiter des Referats GW 1 (Strategische Planung, Leitungsunterstützung, Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Beziehungen), untenstehende Details über die internen Entscheidungsprozesse mit, die zu diesem Schritt geführt haben:

„Seit dem März 2016 hat sich das Bundesarchiv wie auch das für die Fachaufsicht zuständige Referat bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) intensiv mit der Frage des Umgangs mit Nitrofilmen nach ihrer Umkopierung auseinandergesetzt. Die Prüfung stand im Kontext der zunehmenden öffentlichen Diskussion nicht nur um die Lagerung von Nitromaterialien, sondern um zeitgemäße Strategien zur Sicherung von Filmen insgesamt und um die Frage nach dem ‚nationalen Filmerbe‘. In diesen Kontext fielen unter anderem auch Anfragen der Bundestagsabgeordneten Carsten Müller und Tabea Rößner. Beim Bundesarchiv wurden auch unabhängig davon im Verlauf des Jahres 2016 Fragen rund um die ‚Filmarchivierung im digitalen Zeitalter‘ auf den Prüfstand gestellt […].
Nach vorausgegangener Prüfung der gesetzlichen Grundlagen, an denen bis hin zur Leiterin der Abteilung Z (Zentrale Verwaltungsangelegenheiten) und zur Vizepräsidentin mehrere Personen im Bundesarchiv beteiligt waren, hat der Präsident im April 2016 intern die künftige Richtung des Umgangs mit umkopierten Nitrofilmen formuliert: Sie sollten grundsätzlich aufbewahrt werden, solange sie sich nicht im Zustand der Zersetzung befinden. Diese Position wurde fortan auch im Dialog mit der Fachaufsicht bei der BKM vertreten, von wo dem Bundesarchiv mit Erlass vom 14. Juli 2016 unter anderem mitgeteilt wurde: ‚Unter der Voraussetzung, dass das Bundesarchiv die regelmäßige Gesamtkontrolle des in Rede stehenden Filmbestands sicherstellen kann, ist […] ein Verzicht auf die präventive Kassation von Nitrofilmen nach ihrer Umkopierung jedenfalls solange vertretbar, wie die Filme noch keinerlei Zersetzungserscheinungen zeigen.‘“

Zumindest im Bundesarchiv ist die Epoche der präventiven Vernichtung von Nitrofilmdokumenten somit offiziell abgeschlossen. Stellvertretend für viele andere, die auf dieses Ziel hingearbeitet bzw. diese Arbeit unterstützt haben, sei an dieser Stelle den MdB. Carsten Müller (CDU) und Tabea Rößner (GRÜNE) für ihr Engagement gedankt.
Es ist dies die beste Nachricht für das Filmerbe seit langen. Daher verwundert die äußerst zögerliche Öffentlichkeitsarbeit der beteiligten Institutionen einschließlich des Kinematheksverbundes – obwohl die Würfel bereits Mitte des Jahres gefallen sind. Müsste diese Nachricht nicht auch dem BKM mindestens eine Pressemitteilung wert sein, nachdem Staatsministerin Monika Grütters so häufig betont hat, wie sehr ihr am Erhalt des Filmerbes gelegen ist?

24.12.2016 – Dr. Michael Hollmann erklärt die systematische Nitrofilmvernichtung für beendet

Seit einem halben Jahr war aus dem Bundesarchiv zu hören, die systematische Nitrofilmvernichtung sei einstweilen gestoppt; die Aussicht auf die endgültige Abkehr von dieser Praxis stand im Raum. Der Präsident des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann, schuf nun Klarheit in einem Interview, das er mir gewährte und das in gekürzter Form in der Wochenzeitung „Der Freitag“ abgedruckt wurde – siehe hier. Die vollständige Fassung des Gesprächs kann hier nachgelesen werden.
Nunmehr steht fest, dass die bisherige Praxis zugunsten einer Reform aufgegeben wurde, die das Bundesarchiv endlich international anschlussfähig macht. Der Anlass, den Hollmann für die Neubewertung der Nitrofilmbestände nannte, ist indes ein trauriger: So sei die von Genehmigungsbehörden festgesetzte Obergrenze von maximal 80.000 Filmrollen (als Folge der Kassationen) unterschritten worden, was es nun erlaube, den Kassationsautomatismus außer Kraft zu setzen.
Wie bereits gegenüber Sonja Schultz / Professional Production im Sommer dieses Jahres betonte Hollmann auch dieses Mal das Primat des Arbeitsschutzes und versicherte, „dass im Bundesarchiv zu keiner Zeit leichtfertig mit der Frage nach dem Umgang mit Filmen auf Nitrozelluloseträgern umgegangen wurde.“

Michael Hollmann:Selbstverständlich tat und tut jeder Film weh, der unter den gegebenen Bedingungen vernichtet wurde, obwohl das Material noch keine Hinweise auf Zersetzung und damit auf eine erhöhte Entzündungsgefahr aufwies. Schließlich – ich möchte das noch einmal betonen – geht es den Gedächtnisinstitutionen um den Erhalt möglichst der Originale. Man darf aber nicht aus dem Blick verlieren, dass es über viele Jahrzehnte hinweg auch international communis opinio war, Nitrofilme nach der Sicherung der Bildinhalte zu entsorgen. Es hat einige Jahrzehnte gedauert, bis ein differenzierter Umgang mit Nitro sich allgemein durchsetzen konnte. Und im Bundesarchiv hat das wegen des Unfalls von 1988 und der darauf rekurrierenden Bauplanungen noch etwas länger gedauert als bei vergleichbaren Institutionen im Ausland. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang war, dass die Nitrofilme sich als erheblich haltbarer erwiesen haben, als lange allgemein angenommen wurde. Die Neubewertung des Gefahrenpotenzials und die unerwartete Stabilität der Nitrofilme erlauben es, im archivischen Kontext auch den Eigenwert des Materials mit seiner ihm zugehörigen Aura anders zu gewichten – schließlich handelt es sich um einen besonders wertvollen Teil des deutschen und internationalen Filmerbes.“
(Hervorhebungen D.A.)

Filme, die sich in Zersetzung befänden, würden allerdings auch in Zukunft kassiert werden – Hollmann: „Da lassen die gesetzlichen Regelungen dann tatsächlich keinerlei Spielraum mehr.“ Die technischen Spezifikationen, welcher Materialzustand fortan den Anlass zur Kassation geben wird, befänden sich zurzeit in der Ausarbeitung.
Trotz der hiermit verbundenen Unsicherheiten bestätigen die Aussagen Hollmanns die lange gehegte Hoffnung, dass ein Irrweg deutscher Archivierungspraxis nun endgültig verlassen wird.

20.11.2016 – Auf Wunsch der Stadtverwaltung: Röntgen-Museum Remscheid vernichtet 200 Nitrofilm-Unikate

Der Fachverband Medizingeschichte e.V. hat auf seiner Website eine Stellungnahme zur Erhaltung von medizinhistorisch relevanten Filmbeständen veröffentlicht und darin die Kassationspraxis des Bundesarchivs beklagt – insbesondere dahingehend, „dass die Einschätzung des Sicherheitsrisikos durch das Bundesarchiv inzwischen Vorbildcharakter für andere Institutionen zu haben scheint.“
Beispielhaft berichtet der Fachverband von der Vernichtung von 200 Röntgenfilmen auf Nitrozellulose, die sich im Bestand des Deutschen Röntgen-Museums in Remscheid befanden. Dem Museum war „eine nur wenige Monate dauernde Frist“ gesetzt worden, sich der feuergefährlichen Filme zu entledigen. Das Bundesarchiv-Filmarchiv habe die Anfrage „eine(r) temporäre(n) Zwischenlagerung […] ablehnen müssen“; die 200 Nitrofilmrollen „auf Wunsch des Verwaltungsvorstandes der Stadt Remscheid durch die Firma EST Energetics vernichtet worden“. Bei den vernichteten Filmen handelte es sich um bislang unerschlossene Röntgenfilme von Prof. Dr. Robert Janker, der sich 1930 in Bonn mit Studien über röntgenkinematographischen Untersuchungen habilitierte (siehe auch „Die Röntgenkinematographie“, Band 15 von Schriftenreihe der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm, Stuttgart / Berlin: Kohlhammer 1938).
Um die Bedeutung Jankers zu verdeutlichen, seien an dieser Stelle die Worte zitiert, mit denen ihn Franz Grosse-Brockhoff nach seinem Tod im Jahr 1964 würdigte: „Robert Janker hat der Kardiologie durch seine Pionierleistungen auf dem Gebiet der Röntgenkinematographie unschätzbare Dienste erwiesen. Ihm verdanken wir, dass es 1949 möglich wurde, die Röntgenkinematographie zur Angiokardiographie einzusetzen und damit der kardiologischen Diagnostik sowie der Kardiochirurgie auch bei uns in Deutschland die freie Fahrt in dieses Neuland der Medizin zu gestatten. Nur selten dürften genialischer Einfallsreicht, Gestaltungskraft und kompromisslose, bis zur Selbstaufgabe gehende Einsatzbereitschaft für die Idee eine solche Durchschlagskraft erzielen, wie es bei Janker der Fall war. […] Das Werk Robert Jankers ist bereits in die Geschichte der Medizin eingegangen.“ (Thauer, Rudolf / Albers, Claus: Herzklappeninsuffizienz. Bad Nauheim 1965, S. XXXVIII-XXXIX.)
Durch den „Wunsch des Verwaltungsrates der Stadt Remscheid“ ist dieses Kapitel der Geschichte der Medizin jetzt um das entscheidende Anschauungsmaterial erleichtert worden.

Das hier geschilderte Vorgehen ist eine Schande und ein Armutszeugnis für die „Röntgenstadt“ Remscheid und verdient die breite Aufmerksamkeit der Medien und der Fachöffentlichkeit.

Die Stellungnahme des Fachverbandes Medizingeschichte ist hier abrufbar. Die durch den Fachverband geäußerte Bitte an das Bundesarchiv, „die Kassation der aus Sicht des Archivs nicht ‚bedeutsamen‘ Filme umgehend einzustellen“, unterstütze ich auf das energischste.

23.10.2016 – Stellungnahme des Verbandes der deutschen Filmkritik e.V.

Anlässlich der am 19. Oktober stattgefundenen Filmerbe-Anhörung im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages hat der Verband der deutschen Filmkritik e.V. (VdFk) eine Stellungnahme veröffentlicht, die den Bundestag auffordert, keine weitere Verzögerung bei der Sicherung des Filmerbes zuzulassen.
Im Rahmen dieser Stellungnahme kritisiert der Verband der deutschen Filmkritik auch die Vernichtung historischer Filmbestände durch die Archive:
„Deutsche Archive haben sich gegenüber der ersten Hälfte der Filmgeschichte, die größtenteils auf Nitratfilm vorhanden ist, bisher fahrlässig verhalten. Originale wurden nach der Digitalisierung vernichtet oder an ausländische Archive unter der Hand abgegeben. Dabei hat erst unlängst die Leiterin der Restaurierungsabteilung der Friedrich(-)Wilhelm-Murnau-Stiftung am Beispiel des vernichteten Kameranegativs von Josef von Bákys Münchhausen von 1943 ausgeführt, welche unwiederbringlichen Verluste durch die bisherige Politik entstanden sind.“
Unter den Forderungen des VdFk sei an dieser Stelle insbesondere die folgende hervorgehoben und ausdrücklich unterstützt. Der VdFk fordert „eine rechtlich verbindliche Anordnung der Filmarchive, die Vernichtung von Filmmaterialien zu unterlassen, sofern die analogen Kopien nicht tatsächlich nach internationalen Standards aufgrund ihres Zerfallzustands als Gefährdung einzustufen sind.“

Die VdFk-Stellungnahme kann hier abgerufen werden.

30.09.2016 – Film:ReStored-Festival und Symposium, 22.-25.09.2016

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Diskussions-Panel mit (von links nach rechts) Rainer Rother, Paolo Cherchi Usai, Michael Hollmann. Foto: Alexander Zöller.

Vom 22. bis 25. September fand am Potsdamer Platz in Berlin die von der Stiftung Deutsche Kinemathek ausgerichtete und von der FIAF unterstützte Veranstaltung Film:ReStored statt, die ein (digitales) Archivfilmfestival mit einer internationalen Fachtagung zum Thema „Ethiken der Digitalisierung“ verband. Im Vorfeld hatten gewöhnlich gut unterrichtete Kreise die Erwartung geweckt, der Präsident des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann, würde sich in seinem Vortrag am 23. September zum zukünftigen Umgang mit den Nitrobeständen des Bundesarchivs äußern. Diese öffentliche Positionierung ist leider unterblieben. Stattdessen war es Prof. Dr. Martin Körber, der sich in seiner Funktion als Moderator der Veranstaltung zuversichtlich äußerte, in Zukunft werde von der Vernichtung von Nitrofilmen im Bundesarchiv Abstand genommen.
Die ausländischen Gäste Paolo Cherchi Usai vom George Eastman Museum in Rochester und Jon Wengström vom Schwedischen Filminstitut distanzierten sich von der Vernichtung von Nitrofilmen, ohne auf die Situation in Deutschland Bezug zu nehmen.

11.07.2016 – Wolfgang Klaue: Rückblick auf die 2. Nitrate Picture Show

Wolfgang Klaue, langjähriger Leiter des Staatlichen Filmarchivs der DDR, stellte mir den untenstehenden Bericht über die diesjährige Nitrate Picture Show zur Verfügung. Klaue hatte im Rahmen dieser Veranstaltung meinen Call for Support verlesen und vor den verblüfften Zuschauern auf die vom BKM bzw. dem Bundesarchiv verbreitete Behauptung hingewiesen, die Gefahr zur Selbstentzündung von Nitrofilmen bestünde bereits bei 6° Celsius. Diese Auskunft hatte das BKM nämlich am 8. März 2016 der Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner (Bündnis 90 / Die Grünen) erteilt:

„Je stärker der Zerfall, desto schneller geht er voran und desto höher wird die Wahrscheinlichkeit einer Selbstentzündung, die schließlich auch bei der vorgesehenen optimalen Kühlung bei einer Temperatur von 6°Celsius abrupt einsetzen und sodann in Sekundenschnelle eine konkrete Gefährdung für angrenzend gelagerte Materialien und das Personal zur Folge haben kann.“ (Siehe hier, S. 1.)

Tatsächlich besteht die Gefahr der Selbstentzündung von Nitrofilmen erst dann, wenn die Filme über einen längeren Zeitraum einer Temperatur von mindestens 39-40° Celsius ausgesetzt sind.

Hier nun der Bericht von Wolfgang Klaue:

Die Gefahren sind beherrschbar

Anfang Mai 2016 fand im George Eastman Museum in Rochester die 2. Nitrate Picture Show, Festival of Film Conservation, statt.
Das muß hierzulande Verwunderung und Erschrecken auslösen: Wissen die denn nicht, daß Nitromaterial höchstgefährlicher Sprengstoff ist und sich zersetzter Nitrofilm – allerdings nur in der BRD – bereits bei plus 6° C selbst entzünden kann? Man kann sicher sein, daß man gerade in Rochester, jahrzehntelang eines der Zentren der Rohfilmproduktion, sehr wohl um die Eigenschaften von Nitrofilm Bescheid weiß. Und man weiß natürlich auch, daß es durch Nitromaterial verursachte Brände, Havarien, Explosionen in Kinos, Kopierwerken, Lagerstätten gegeben hat, verursacht durch technische Defekte und/oder menschliches Versagen. Aber man weiß natürlich auch, daß es in den vergangenen Jahrzehnten in Filmarchiven – mit ganz wenigen Ausnahmen – keinen durch Nitrofilm verursachten Unfall gegeben hat. Die Archive haben gelernt, mit Nitromaterial umzugehen, Gefahren zu beherrschen durch Schaffung optimaler Lagerbedingungen und durch ein streng reglementiertes Regime im Umgang mit Nitrofilmen.
Das George Eastman Museum hatte zwei Oldies der Filmarchiv-Szene eingeladen: David Francis, langjähriger Leiter des National Film Archive in London und der Motion Picture, Broadcasting and Recorded Sound Division der Library of Congress und meine Wenigkeit. Beide berichteten über ihre Archiv-Praxis und den Umgang mit Nitrofilmen, ohne Brände, Explosionen, Selbstentzündungen. Auch ihre Erfahrungen bestätigten: Die von Nitrofilm ausgehenden Gefahren sind beherrschbar.
Die Nitrate Picture Show ging über drei Tage. Aufgeführt wurden neun Spielfilme und neun Kurzfilme, alles Nitrooriginale. Es gab Rahmenveranstaltungen über den Umgang mit Nitromaterial, die Herstellung von Nitrofilm, die Vorführung von Nitrofilmen. Interessenten konnten die Lager für Nitromaterial besichtigen.
Nahezu alle Veranstaltungen im Dryden Theater mit 500 Plätzen waren ausverkauft. Ein sachkundiges Publikum war fasziniert und begeistert und dankte mit großem Applaus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums für die Filmauswahl und den beiden Gästen für ihre Beiträge.
Die Nitrokopien kamen aus Archiven in den USA, Mexiko, England. Die älteste Kopie stammte aus dem Reichsfilmarchiv im Bestand von Gosfilmofond of Russia, 88 Jahre alt, ein amerikanischer Film mit deutschen Zwischentiteln. Alle Filme waren von exzellenter technischer Qualität. Der Schrumpfungsgrad erlaubte problemlos die Projektion.
Ob es nach 88 Jahren die heutigen digitalen Aufzeichnungen noch gibt? Wer weiß es? Zweifel sind angebracht. Ich habe es immer für die Aufgabe von Archiven gehalten, überlieferungswürdige Originale von Schriftgut, Urkunden, Karten u.a. zu erhalten, auch wenn sie eine erhebliche Brandlast darstellen. Nicht anders sollte mit Nitrofilm verfahren werden. Jahrzehntelange Erfahrungen haben bewiesen, daß damit verbundene Risiken und Gefahren beherrschbar sind.
Dank an Paolo Cherchi Usai und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Mut, ihr Fachwissen, ihre Sorgfalt bei der Vorbereitung und Durchführung der 2. Nitrate Picture Show.

30.06.2016 – Kritische Nachlese zum Hollmann-Interview

Im Folgenden möchte ich das Anfang des Monats in der Zeitschrift Professional Production abgedruckte Interview mit dem Präsidenten des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann, einer kritischen Nachlese würdigen – zumal es inzwischen auch an anderer Stelle kommentiert wurde.

Die Kollegen von Filmerbe-in-Gefahr, Dr. Klaus Kreimeier und Jeanpaul Goergen, haben die Äußerungen Hollmanns zur Archivwürdigkeit von Filmmaterialien zum Anlass genommen, die Maßstäbe und Bewertungskriterien des Bundesarchivs zu hinterfragen: Ihr Kommentar unter der Überschrift „Rettet den medizinischen Lehrfilm der 1920er Jahre – und nicht nur den!“ kann hier nachgelesen werden.
Sie fragen: „Woher nimmt das Bundesarchiv das Recht, die Archivwürdigkeit des deutschen Filmerbes zu definieren und es durch Kassation faktisch zu dezimieren? Schnittreste, die heute nicht identifiziert werden können, sind vielleicht schon morgen zuzuordnen. Auch unidentifizierte Filmreste lassen sich zeitlich und thematisch beschreiben und liefern wertvolle Hinweise für die leider nur sehr fragmentarisch überlieferte Filmgeschichte.“ Sie kritisieren zudem die Kassation von ausländischen und unvollständig überlieferten Materialien und beziehen sich ausdrücklich auf das von Hollmann angeführte Beispiel eines hygienischen Lehrfilms aus den 20er Jahren: „Die Begründung, warum dieser Film nichts zusätzliches Bedeutsames über seine Zeit aussagt, würden wir gerne lesen.
Kreimeier und Goergen „bitten das Bundesarchiv, diese und andere Kassationen mit der Note ‚nicht archivwürdig‘ ausführlich zu begründen und für jedermann einsehbar auf ihrer Website zu veröffentlichen.“ Sie fordern zudem eine Verpflichtung der Filmarchive „analog zur Deutschen Nationalbibliothek“ zur lückenlosen Sammlung und dauerhaften Archivierung des Filmerbes – eine Forderung, der ich mich nur anschließen kann.

Das Beispiel des hygienischen Lehrfilms hat nicht nur bei Filmerbe-in-Gefahr für Irritationen gesorgt. Dr. Sabine Schlegelmilch, akademische Rätin am Institut für Geschichte der Medizin in Würzburg, schrieb mir hierzu am 13. Juni folgenden Kommentar:

„Kein(e) noch so interessiert(e) Archivar(in) kann die Vielzahl der Fachdiskussionen in den einzelnen Zweigen der Geschichtswissenschaften verfolgen. Es ist folglich Herrn Hollmann und seinen Mitarbeitern nicht anzulasten, daß er bspw. die Forschung der Medizingeschichte zu (hygienischen) Lehrfilmen aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts nicht kennt. Problematisch ist jedoch, daß in Unkenntnis solcher Fragestellungen Filmdokumente vernichtet werden, und dies nach Kriterien, die sich nicht auf eine (stets vorhandene) potentielle historische Relevanz, sondern (höchst subjektive) Ansichten über Filmkunst und -geschichte zu beziehen scheinen.
Gerade in diesen Tagen geht ein mehrjähriges, durch Mittel des European Research Council millionenschwer finanziertes Forschungsprojekt an den Start. Es soll untersuchen, wie sich die Wahrnehmung von Gesundheit und Körper im 20. Jahrhundert durch visuelle Massenmedien und deren Botschaften verändert hat. Um solche und ähnliche gesellschaftsbezogene Fragestellungen zu beantworten, sind Quellen mit Massencharakter ungleich wichtiger als das erratische, schon dem Laien auffällig ‚besondere‘ Einzelprodukt. Wird nun die ohnehin schon nicht mehr vollständige Überlieferung einer zusätzlichen, irreversiblen Selektion unterworfen, kann die historische Forschung anhand der verbleibenden Quellenbestände keine belastbaren Aussagen mehr über Massenphänomene treffen. Sie wird sich stattdessen damit begnügen müssen darzustellen, was einzelne Archivare zu Beginn des 21. Jahrhunderts für historisch relevant hielten.“

Kommen wir zu den Sicherheitsaspekten im Umgang mit Nitrofilm, die Hollmann in seiner Stellungnahme ebenso betont wie die Gefährlichkeit der Nitrozellulose. So verstehe es sich von selbst, dass „der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesarchivs uneingeschränkt Vorrang einzuräumen ist. […] Und ich glaube, niemand kann uns guten Gewissens dafür kritisieren, dass wir die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesarchivs an die erste Stelle setzen.
Gegenüber dieser salvatorischen Argumentation muss die Frage erlaubt sein, wie es den Archiven im europäischen Ausland gelingt, die Bewahrung des authentischen Materials und die Sicherheit ihrer Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Wenn diese anderen Archive aber tatsächlich leichtsinnig die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aufs Spiel setzen, so stellt sich die Frage, warum in den zurückliegenden Jahrzehnten keine Berichte von durch Nitrofilm verursachten Gesundheitsschädigungen dieser Mitarbeiter bekannt geworden sind.
Viel wahrscheinlicher ist daher, dass hier eine Gefahrenfiktion untermauert wird, die sich seit der Brandkatastrophe von Ehrenbreitstein im Bundesarchiv festgesetzt hat (Hollmann selbst spricht von einem „Trauma“). In seinen Ausführungen klingen Darstellungen an, die vom Bundesarchiv und auch durch das BKM verbreitet wurden und die teilweise irritierende Gegensätze zu den Erkenntnissen der internationalen Fachöffentlichkeit enthalten. Auf diese Gegensätze werde ich zu einem späteren Zeitpunkt im Detail eingehen.

Zuletzt wären noch die beschwichtigenden Angaben zu erwähnen, die Hollmann zu den Filmerbe-Verlusten der letzten Jahre macht. Hier drängt sich der Eindruck einer Bagatellisierungs-Strategie geradezu auf: Dass etwa Wochenschauen aus dem Rechtebestand des Bundes ebenso wie Stummfilme „grundsätzlich aufgehoben“ würden, widerspricht nicht nur allen bisherigen Beobachten zur Kassationspraxis, sondern auch den Ausnahmeregelungen in der internen Dienstanweisung 6.4.

In jedem Fall wäre die von Kreimeier und Goergen geforderte Transparenz über zukünftige Kassationsentscheidungen ein begrüßenswerter erster Schritt hin zu einer umfassenden Aufarbeitung der Kassationspraxis, deren verheerende Folgen wir bislang nur quantitativ und aufgrund von Einzelfällen abschätzen können. Erst die systematische Auswertung interner Akten und Datenbankeinträge wird das tatsächliche Ausmaß der Verluste an den Tag bringen.

26.06.2016 – Nitrofilm-Papier des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags

Seit kurzem ist eine Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes (WD) des Deutschen Bundestags mit dem Titel „Der Umgang mit Filmen auf Nitrozellulosebasis im internationalen Vergleich“ online abrufbar – siehe hier. Diese Untersuchung kam auf Initiative des Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordneten Carsten Müller zustande.

Sie behandelt zum einen die rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen der Nitrofilmvernichtung, fragt zum anderen nach dem Bestehen einer Kassationspflicht in Deutschland und wirft zuletzt einen Blick auf den Umgang mit Nitrofilmen im europäischen Ausland sowie in den USA und Australien. Von diesem letztgenannten Teil abgesehen, spielt sich die Auseinandersetzung der Verfasser mit dem Untersuchungsgegenstand – unter Ausblendung kultureller, (geschichts-)politischer und filmkundlicher Gesichtspunkte – auf einer rein juristischen Ebene ab und zielt auf die Beantwortung der Frage, inwieweit die Filmvernichtung rechtskonform ist. Die Einschätzung, zu der der WD kommt: Ja, die Praxis sei rechtskonform – allerdings nur unter Annahme eines besonderen Gefahrenpotentials der Nitrozellulose, das „den sukzessiven Abbau des Nitrofilmbestandes zum Schutz des Lebens, der Gesundheit und Sachgütern Beschäftigter oder Dritter“ erforderlich macht (S. 11).

Hauptbezugspunkt der Argumentation ist der bekannte Aufsatz von Winfried Bullinger: Sprengstoff im Bundesarchiv – Rechtliches zum Umgang mit Nitro-Filmen. (In: Bewegte Bilder – starres Recht? Das Filmerbe und seine rechtlichen Rahmenbedingungen. Hrsg. v. Paul Klimpel. Berlin: Berlin Academic 2011, S. 53-61)
Wie schon Bullinger kommt auch der WD zu dem Schluss, dass kein gesetzlicher Vernichtungszwang gegeben ist. Allerdings entfalten die „spezifischen Nebenbestimmungen des ehemaligen Amts für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik Eberswalde“ (S. 4) zur Genehmigung der Nitrofilmlagerung in Berlin-Hoppegarten eine Bindungswirkung selbst dann, „wenn sich die behördliche Anordnung gegenüber dem Bundesarchiv […] als rechtswidrig herausstellen sollte“ (S. 9): Das bedeutet, dass das Bundesarchiv auch nach Feststellung der Rechtswidrigkeit dieser Auflagen zur Reduzierung seiner Nitrofilmbestände gezwungen wäre.
Zur Rechtmäßigkeit dieser dem Bundesarchiv behördlich aufoktroyierten Bestandsreduzierung äußern sich die Verfasser nur vorsichtig. Sie machen ihre Einschätzung davon abhängig, ob die Filmlagerung tatsächlich eine konkrete Gefährdung des Personals bedeutet. Ist dies der Fall, so erscheinen ihnen die behördlichen Auflagen rechtmäßig. Die rechtliche Bindung der Auflage bleibe jedoch auch im gegenteiligen Fall bestehen. (S. 11)
Bullingers Auffassung, dass die Kassationspraxis im Widerspruch zum Erhaltungsgrundsatz im Bundesarchivgesetz stünde, wird ausdrücklich widersprochen. Die verfassungsrechtlichen Bedenken Bullingers werden lediglich zitiert, aber nicht der inhaltlichen Auseinandersetzung gewürdigt: „Dem lassen sich sicher durchschlagende Argumente entgegenhalten.“ (S. 15) – Worin diese aber bestehen, bleibt der Phantasie der Leser überlassen.
Erfreulich fällt demgegenüber der dritte und abschließende Teil der Untersuchung aus, in der die Verfasser zu dem Schluss kommen, dass weder in Frankreich, Großbritannien, Österreich, Dänemark, Polen noch in den USA und Australien eine behördlich oder gesetzlich verordnete Nitrofilmvernichtung betrieben wird. Diese Feststellung wird den Lesern der Ausarbeitung hoffentlich zu denken geben.

Insgesamt macht die Ausarbeitung des WD deutlich, dass der abschließenden Bewertung der Kassationspraxis eine Klärung verschiedener, bis auf weiteres offener Fragen vorausgehen muss – so die fragliche Rechtmäßigkeit des dem Bundesarchiv auferlegten Zwangs der Bestandsreduzierung, die dem WD nur dann gegeben erscheint, wenn tatsächlich eine konkrete Gefährdung des Personals vorliegt. Fragwürdig erscheint die Untersuchung überall dort, wo sie archivfachliche Unkenntnis offenbart, etwa in der Annahme, dass sämtliche Informationen eines Filmoriginals (auch dessen Nutzungsspuren u.ä.) im Digitalisat erhalten bleiben (S. 13). Dies entspricht keinesfalls der Praxis und wird von ausgewiesenen Fachleuten bestritten. Ein Blick in die Quellen bestätigt den Eindruck, dass der WD in diesem wesentlichen Punkt die Einholung von Expertenmeinungen versäumt hat.

14.06.2016 – Stellungnahme von Eva Orbanz

Auf meine Bitte hin ließ mir Eva Orbanz eine Stellungnahme für die Initiative Filmdokumente retten zukommen. Eva Orbanz war langjährige Leiterin des Filmarchivs der Deutschen Kinemathek und zwischen 2003 und 2009 Präsidentin des internationalen Filmarchiv-Zusammenschlusses FIAF. Ihre Ausführungen zum zweifelhaften Zusammenhang von Nitrofilmzersetzung und Explosionsgefährlichkeit sollten auch im Hinblick auf die in Professional Production Nr. 6 / 2016 veröffentlichten Äußerungen des Präsidenten des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann, gelesen werden – siehe hier.

 

Stellungnahme von Eva Orbanz für Filmdokumente-retten:

Film has a personality, and that personality is self-destructive.
The job of the archivist is to anticipate what the film may do
– and prevent it.
(Orson Welles)

Film ist Kunst.
Filme sind historische Dokumente.
Filme sind Bestandteil unseres audiovisuellen Erbes.

Kunst muss archiviert werden. Sie muss für Heute und die Zukunft für alle Interessierten verfügbar sein.
Dafür gibt es Archive und Museen. Sie übernehmen die Aufgabe die Materialien zu sichern. Sie übernehmen die Verantwortung für die Erhaltung der Originale und die Verfügbarkeit in der Zukunft.

Originale.
Während es für jeden Archivar selbstverständlich ist, die originalen Dokumente aus allen Zeiten zu archivieren, die originalen Gemälde zu sichern – scheint es möglich zu sein, die Originale der Filme zu vernichten.
Apropo „Sprengstoffgesetz“: Es entspricht nicht den Tatsachen, dass eine „autokatalytische Zersetzung von Cellulosenitratfilmen“ bei einem starken Zerfall zu „einer Selbstentzündung“ führt. Fachleute weltweit werden einer solchen Diagnose widersprechen. Unbestritten: Den Zerfall gibt es – es liegt dann ein Häufchen Staub in der Filmbüchse. – Und: Es ist bekannt, dass die Explosion und der Brand im Nitrofilmlager des Bundesarchivs in Koblenz 1988 durch Einwirkungen von Außen entstanden ist und nicht durch eine „autokatalytische Zersetzung“.

Nationales audiovisuelles Erbe.
Dazu gehören die im Lande produzierten Filme (egal auf welchem Träger).
Dazu gehören entsprechend der „UNESCO Recommendation for the Safeguarding and Preservation of Moving Images”, Belgrad 1980, auch ausländische Filmproduktionen “dubbed or subtitled in the language (…) of the country in which they are publicly distributed, which are regarded as an integral part of the moving image heritage of the country concerned or which are of significant value for the cultural needs of teaching or research (…).”
Diese Filme wurden von der Stiftung Deutsche Kinemathek und dem Staatlichen Filmarchiv der DDR gesammelt – vom Staatlichen Filmarchiv der DDR auch gesichert und dem Bundesarchiv-Filmarchiv übergeben.
Es sollte zum allgemeinen Verständnis gehören, diese Produktionen als audiovisuelles Erbe zu betrachten.

Code of Ethics.
Die FIAF (Fédération internationale des archives du film) – ihr gehören u.a. die Stiftung Deutsche Kinemathek, das Deutsche Filminstitut, das Filmmuseum München und das Bundesarchiv-Filmarchiv als Vollmitglieder an – hat mit Zustimmung seiner Mitglieder einen „Code of Ethics“ verabschiedet. Dieser wurde von jedem Archiv unterzeichnet:
(…) Film archives owe a duty of respect to the original materials in their care for as long as those materials remain viable. (…) Archives will not unnecessarily destroy material even when they have been preserved or protected by copying, (…).

Die Voraussetzungen zur Erfüllung dieser Verpflichtungen sind vorhanden. Es gibt die Lagermöglichkeiten. Es gibt das fachlich ausgebildete Personal. Es gibt bei den Archivaren das Verständnis und den Willen, Filme fachgerecht aufzubewahren, zu sichern, verfügbar zu machen. – Es gibt also noch die Hoffnung auf den Erhalt der Originale des audiovisuellen Erbes.

Eva Orbanz
Berlin, 14. Juni 2016